König Otto von Griechenland

Von Athen nach Bamberg...

Nach Ende des griechischen Freiheitskampfes suchten die Großmächte Großbritannien, Frankreich und Russland 1832 nach einem geeigneten König für ein aus osmanischer Herrschaft herausgelöstes Griechenland. Die Wahl fällt auf den 16-jährigen Prinzen Otto von Bayern, den zweitgeborenen Sohn des bayerischen Königs Ludwig I. Ohne auf sein Amt intensiv vorbereitet worden zu sein, bricht Otto im Dezember 1832 von München nach Griechenland auf.

Bei seiner Ankunft im Januar 1833 findet Otto ein vom Krieg verwüstetes Land vor, das keineswegs den verklärten Vorstellungen der bayerischen Griechenlandliebhaber entspricht. Obwohl Athen nahezu völlig zerstört ist, bestimmt Otto den antiken Ort noch im selben Jahr zur Hauptstadt. Von hier aus bemüht er sich in seiner fast 30-jährigen Herrschaft, den Neuaufbau des Landes trotz großer diplomatischer, finanzieller und innenpolitischer Schwierigkeiten voranzubringen. Athen erhält dabei eine städtebauliche und architektonische Prägung, die bis heute sichtbar geblieben ist.

Außenpolitisch und finanziell ist Otto völlig von den Großmächten abhängig. So sieht ein Großteil der Griechen seine hohen Erwartungen an den König schließlich enttäuscht. 1862 kommt es zum unblutigen Aufstand. Otto und seine Gemahlin Amalie müssen nach Bayern zurückkehren. Ihr neuer Wohnsitz wird die ehemals fürstbischöfliche Residenz in Bamberg. Hier leben Otto und Amalie mit einem kleinen griechischen Hofstaat bis zu ihrem Tod 1867 bzw. 1875.



Neue Residenz Bamberg:

Einweihung einer Gedenktafel für das erste griechische Königspaar, König Otto und Königin Amalie

Am Samstag, den 20. September 2003 wurde im Rosengarten der Neuen Residenz Bamberg eine Bronzetafel zur Erinnerung an König Otto und Königin Amalie von Griechenland eingeweiht, als schönes Zeichen gemeinsamer griechischer und bambergisch-bayerischer Erinnerung.

Veranstalter war der Deutsch-Griechische Club Bamberg in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Schlösserverwaltung.

weiterlesen...

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 27. März 2010 um 18:21 Uhr